Das 'L I V' - Tagebuch
ein Arbeitsbeitrag aus der LIV - Fortbildung

"Zwei wichtige Dinge habe ich wirklich gelernt: Du bist so stark und mächtig, wie du es dir selbst zugestehst. Und: Der schwierigste Teil jeder Unternehmung besteht darin, den ersten Schritt zu tun, die erste Entscheidung zu treffen."   Robyn Davidson, Abenteurerin und Buchautorin.


"Schreiben ist ein Kulturgut, das allen gehört." Mit diesem ermutigenden Satz beginnt das Buch "Schreiben befreit", in welchem Gisela Schalk und Bettina Rolfes in die Formen des Schreibens einführen. Und weil Schreiben und Sprechen wichtige Mittel unseres Selbstausdruckes sind, können wir in der 'L I V' - Fortbildung nicht an ihnen vorbeigehen oder - tanzen!
Und wie könnten wir uns besser in dieser kreativen Fertigkeit schulen, als mit einem eigenen, kleinen Werk? Wir werden daher hier erlernen, eine Art Tagebuch anzulegen, welches uns bei den 'L I V' - Seminaren begleiten wird.
Falls einige von Ihnen Vorbehalte dagegen haben, oder auf schlechte Erfahrungen damit zurückblicken: Es stimmt, die altbekannten Tagebücher können uns ganz schön "runter ziehen". Dieses Medium kann jedoch auch in einer sehr ansprechenden, konstruktiven Form eingesetzt werden, was allerdings erlernt werden muß.

Ein Tagebuch dient z.B. der Selbstbetrachtung, um Abstand zu gewinnen, Ziele neu zu überdenken, Bilanz zu ziehen oder um Probleme von verschiedenen Sichtwinkeln anzugehen. Es sollte nicht zur Selbstbeweihräucherung oder zur Fest- Schreibung schlechter Stimmungen dienen.
Dieser stille Begleiter ersetzt keine sozialen Kontakte, ebensowenig eine evtl. nötige Therapie. Er kann uns jedoch helfen, mit der einen Person besser auszukommen, der wir jeden Tag begegnen (müssen), mit uns selbst. In diesem Dialog entdecken wir vielleicht neue, oft liebenswerte oder zumindest interessante Aspekte an uns selbst. Tagebuch führen aktiviert unser Inneres, auch die Träume werden intensiver.

Beim 'L I V' - Tagebuch geht es nicht um unsere inneren Gedanken und Gefühle an sich, sondern um den Ausdruck dieser in Verbindung mit dem Erleben, dem Tanz, der Bewegung. Verbinden wir diese zwei Ebenen, dann können kleine Kostbarkeiten entstehen, welche wie Edelsteine zwischen den Seiten aufleuchten. Entscheidend aber, den ersten Schritt tun, damit beginnen, symbolisch für vieles, was wir ändern wollen.

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© Copyright bei W. Dörge-Heller, Karlsruhe, 1998



 
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aktualisiert am 22.04.02

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